Beratungskonzept

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Bertolt-Brecht-Gesamtschule Bonn

BBG Sonne transparentback
Jeder Mensch zählt - Schulleben in Vielfalt

 

Beratungskonzept der
Bertolt-Brecht-GesamtschuleBeratung

 


Präambel

Auf dem Weg von der Expertenhilfe zum Medium
der Gestaltung unserer Schule
vom „Jemand beraten“ zum „Sich miteinander beraten“.

 

Die Beratung an unserer Schule ist der Versuch, sich unterschiedliche Problemlösungs- und Gestaltungsressourcen zunutze zu machen. Ein Gestaltungsprozess mit folgenden Zielen:

  • Bestmögliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler unserer Schule
  • Weitgehende Entfaltung ihrer besonderen Begabungen und Interessen, wie ihrer sozialen Verantwortlichkeit
  • Überwindung ihrer Benachteiligungen und daraus entstandener Defizite

Beratung soll daher dazu beitragen, die individuellen Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler zu erkennen und Ursachen für mögliche Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten aufzudecken. Sie soll helfen, die Lern-, Forder- und Förderangebote unserer Gesamtschule und die Hilfen der außerschulischen Beratungsstellen gezielt wahrzunehmen.

Sie soll dabei unterstützen, geeignete Schullaufbahnen und spätere Ausbildungsmöglichkeiten herauszufinden. Beratung soll allen an der Schule Beteiligten helfen, geeignete Formen der Kommunikation, Kooperation und Konfliktlösung zu entwickeln und anzuwenden.

 

Beratung

Das Ziel unseres Beratungsangebotes besteht darin, Entscheidungs- und Handlungssicherheit zur Bewältigung eines aktuellen schulischen oder privaten Problems zu erhöhen. Dies geschieht durch persönliche Gespräche und soll dabei helfen vorhandene Informationen zu analysieren, neu zu strukturieren und neu zu bewerten.

Unser Beratungsangebot ist dabei grundsätzlich freiwillig und setzt einen entsprechenden Wunsch von Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrerinnen und Lehrern oder außerschulischen Partnern voraus. Die Anfrage von Einzelberatungen an das Beratungsteam in der Sek. I kann über die Tutoren, die Abteilungsleitung, durch Eltern oder durch die Schülerinnen und Schüler selbst erfolgen.

Zu Beginn des Beratungsprozesses setzen sich die relevanten Beteiligten zusammen. Hier soll ein klares Ziel für die Beratung formuliert werden, das nach einer gewissen Zeit überprüft wird. Über Anzahl und Häufigkeit der Beratungen besteht Dokumentationspflicht. Die Inhalte der Beratungsgespräche unterliegen der Schweigepflicht.

Die Beratungsarbeit an der Bertolt-Brecht-Gesamtschule wird unterstützt durch Beratungslehrerinnen und Beratungslehrer sowie die Sozialpäda-goginnen und Sozialpädagogen.

Ihre Hauptaufgaben sind:

  • Beratung von Schülern und Schülerinnen bei persönlichen und schulischen Problemen,
  • Beratung von Erziehungsberechtigten in Fragen der Erziehung und bei familiären Problemen,
  • Beratung von Schülern und Schülerinnen, Erziehungsberechtigten sowie Lehrern und Lehrerinnen im Hinblick auf Maßnahmen zur Lösung von Verhaltensproblemen,
  • Beratung von Schülern und Schülerinnen mit individuellen Lernschwierigkeiten,
  • Unterstützung bei der Durchführung präventiver Maßnahmen (siehe nachfolgende Tabelle),
  • Beratung von Lehrern und Lehrerinnen im Zusammenhang von besonderen pädagogischen Fragen, z. B. im Rahmen einer „kollegialer Fallberatung“,
  • Zusammenarbeit mit Beratungsträgern

 

Vier Sozialpädagoginnen/Sozialpädagogen nehmen im Hinblick auf schuli-sche Beratungsprozesse, zusätzlich zu den oben genannten, folgende Aufgaben wahr:

  • Information und Beratung von Lehrerinnen und Lehrern, insbesondere Tutorinnen und Tutoren, in Fragen der Erziehung sowie des Umgangs mit verhaltensauffälligen Kindern: Seit dem Schuljahr 2019 ist zudem ein Sozialpädagoge im multiprofessionellen Team auch mit den Förderlehrern im Dialog.
  • Information und Beratung der Lehrerinnen und Lehrer im Hinblick auf präventive pädagogische Maßnahmen,
  • Entwicklung und Durchführung von über die Einzelberatung hinausgehenden pädagogischen Konzepten (z. B. Kleingruppen-trai-ning, Erlebnispädagogische Tage u. a. zu den Themen Teamtraining und soziale Kompetenzen
  • Vermittlung von Kontakten zu außerschulischen Beratungsträgern, wie z. B. dem Jugendamt, sozialen Diensten oder psychologischen Beratungsstellen.

 

Prävention

Das Ziel unserer präventiven Angebote ist es, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, lebensnahe Situationen richtig einzuschätzen. So sollen sie auf das schulische Zusammenleben, aber auch auf das außer- und nachschulische Leben vorbereitet werden. Die BBG setzt dabei auf Themenschwerpunkte in den einzelnen Jahrgängen.

JG

Themenschwerpunkte

5
  • Soziales Klima und Teambuilding
6
  • Coolnesstraining
  • Im Studenplan integierte Jungengruppe
  • Offenes Mädchenangebot im Rahmen der Mittagspause
7
  • Gruppentraining mit dem Fokus auf Medienkompetenzen und Cybermobbing
8
  • Gesundheitsförderung:
    • Sexualerziehung und Geschlechterrollen
    • Suchtprävention (Rauchen, Alkohol, Spielsucht)
9
  • Gesundheitsförderung: Essstörung (Ausstellung zum Thema Magersucht und Bulimie)

10

  • Übergang Schule-Beruf: Motivationstraining und Betreuung bei der Vermittlung der Ausbildungsstelle, einer weiterführenden Berufsschule oder zur gymnasialen Oberstufe an der BBG
  • Soziales Klima: Ausbildung von Klassenpaten/Konfliktlotsen/Medienscouts
11-13
  • Lerntraining sowie Berufs- und Studienberatung

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Stand März 2020