
Was für zwei besondere Abende: Am 29. und 30. Januar durften wir als Schüler:innen der Bertolt-Brecht-Gesamtschule in der neu eröffneten Beethovenhalle auftreten – im Rahmen des Projektes „Wie klingt Bonn?” standen wir gemeinsam mit dem Beethoven Orchester, dem Schauspieler Matthias Brandt, und allen anderen beeindruckenden Mitwirkenden auf der Bühne und wurden Teil eines außergewöhnlichen sinfonischen Konzerts.
Vorbereitet wurde das Projekt, dank des Projektleiters Bernhard König, von Schüler:innen des Deutsch-Leistungskurses (Frau Huppertz) sowie des Projektkurses Kreatives Schreiben der Oberstufe (Frau Huppertz). Über Wochen und Monate hinweg entwickelten wir Texte, probten Lesungen und setzten uns intensiv u.a mit diesen Fragen auseinander: Wie könnte Bonn in der Zukunft klingen? Welche Rolle wird KI in der Zukunft spielen und wollen wir das überhaupt?
Ein Konzert, das die Stadt spiegelt
Der Bonner Generalanzeiger brachte es auf den Punkt:
„So klingt Bonn“, titelte die Zeitung und schrieb weiter: „Das Beethoven Orchester lässt Zeitzeuginnen, Geflüchtete, Schüler und Matthias Brandt von Heimat und Migration erzählen. Ein Konzert, das die Stadtgesellschaft spiegelt und die Zuhörer berührt.“
Was hier beschrieben wird, war eines der ersten großen sinfonischen Konzerte in der neu eröffneten Beethovenhalle. Das Programm verband Textlesungen und Orchesterstücke und beleuchtete das Thema „Bonn als Heimat“ aus unterschiedlichen Perspektiven.
Das Textbuch von Bernhard König thematisierte ein Bonn der Vergangenheit bis hin zum Jahr 2050. Es verband die Perspektiven jener Menschen, die Bonn als Heimat bezeichnen, mit den Erfahrungen von Zugewanderten und Geflüchteten. So entstand aus Wort und Musik ein vielschichtiges Gesamtkunstwerk – so vielfältig wie die Stadt selbst.
Wochen der Vorbereitung – ein gemeinsamer Weg
Für uns als Schüler:innen war dieses Projekt weit mehr als ein Auftritt. Wir haben über Monate hinweg Texte geschrieben, überarbeitet, diskutiert und immer wieder neu gedacht. Herr König, der Leiter des Projekts, kam wöchentlich zu uns, arbeitete mit uns an Sprache, Präsenz und Ausdruck und bereitete uns mit intensivem Bühnentraining auf den großen Moment vor.
Auf einer so bedeutenden Bühne vor großem Publikum zu sprechen – und dabei Teil eines professionellen Orchesterkonzerts zu sein – war eine besondere Herausforderung, aber gleichzeitig war es auch eine Erfahrung, die uns wachsen ließ.
Auch für die Schüler:innen, die die Texte mit verfasst haben und im Publikum saßen, war es eine mit Stolz erfüllende Erfahrung.
Bewegende Rückmeldungen
Eine Besucherin schrieb:
„Ich möchte ganz herzlich zu diesem außergewöhnlich gelungenen Projekt gratulieren. Die vielen berührenden (Lebens-)Geschichten, die jungen Menschen mit ihrer beeindruckenden Präsenz und klaren Artikulation, das wunderbare Orchester und die nahezu himmlischen Musikstücke – all das hat mich tief bewegt.“
Besonders stolz machte uns auch diese Nachricht:
„Es war beeindruckend, wie präsent und professionell die jungen Darsteller ihr Programm vortrugen. Das ist vor einem so großen Publikum und der Prominenz eines Matthias Brandt doppelt bemerkenswert.“
Der begeisterte Applaus in der Beethovenhalle bestätigte, was wir an diesen Abenden gespürt haben: Unser Ansatz ist beim Publikum angekommen.
Eine außergewöhnliche Chance
Für uns war „Wie klingt Bonn?” eine intensive, kreative und zugleich sehr persönliche Erfahrung. Wir durften unsere Gedanken und Texte in einen professionellen Rahmen einbringen und erleben, wie man Literatur und Musik miteinander kombiniert.
Wir bedanken uns herzlich für die Verwirklichung dieses Projekts und für die Möglichkeit, Teil eines so besonderen Konzerts zu sein!
Geschrieben von Asli Öztürk
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