BBG-Unesco-Projekte

Unesco-Projekt: Menschenrecht- und Demokratiereziehung

Zum internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2016 machten die Schüler_innen des Zusatzkurses Geschichte der Q2 mit einer sehr gelungenen Videoinstallation auf die vielfältigen Menschenrechtsverletzungen in unserer Welt aufmerksam.

 

 

Nah am Wasser gebaut - Drei Tage unterwegs im Ruhrgebiet

Die Ankunft läuft ruhig ab, erst beim Begrüßungsgrillen wird uns klar, wie viele Schüler_innen kommen, wenn die Emschergenossenschaft alle UNESCO- Projektschulen in NRW zur Fachtagung einlädt. Wir sind zu sechst angereist, wir alle sind Oberstufenschüler_innen der Bertolt-Brecht-Gesamtschule Bonn. Den ersten Abend in der Jugendherberge Duisburg verbringen wir unter uns, die neuen Kontakte werden in den nächsten Tagen wachsen.
Früh geht es am nächsten Morgen mit dem Bus zur Zentrale der ELVG (Emschergenossenschaft/ Lippeverband) nach Essen. Wir werden von Frau Gottholdt begrüßt, die uns mit der ArbBesonders das Projekt zur Renaturierung der Emscher, die seit der Industrialisierung als Abwasserkanal benutzt wurde und nun wieder zum Fluss werden soll, wird ausführlich vorgestellt. Danach werden wir in fünf verschiedene Workshops geschickt, in die wir uns am Abend vorher bereits einteilen konnten.
Jeder der Workshops beschäftigt sich mit der Arbeit der ELVG und hat ein eigenes Projekt dazu vor. Und jeder Workshop hat bis zum nächsten Mittag Zeit, um eine Präsentation dazu vorzubereiten.
Moritz Herbst ist Leiter des Workshops drei. Mit ihm zusammen fahren wir zum Phönixsee nach Dortmund. Wo heute der See ist, stand einst ein riesiger Industriepark, der mit der Globalisierung stillgelegt und teilweise nach China verschifft wurde.
Der gesamte Lebensraum hat sich mit der Installation des Phönixsees verändert. Und wir dokumentieren nun die Veränderung in Form von Fotos, die wir an den selben Orten machen, von denen es noch Fotos von früher gibt. Nach ausführlicher Recherche legen wir los und sind am Abend erschöpft, aber erfolgreich. Der Phönixsee liegt auf einem gigantischen Areal und wir alle staunen über die intensiven Veränderungen, die mehr Lebensqualität für alle, aber leider auch eine starke Gentrifizierung bewirkt haben. In den Villen am Ufer wohnen nicht die ehemaligen Industriearbeiter....
Den Abend lassen wir gemütlich bei Pizza und Gesprächen in Duisburg ausklingen. Recht gespannt gehen wir zu Bett, der nächste Tag wird anstrengend.
Wieder in Essen angekommen, bereiten wir am nächsten Vormittag unsere Präsentationen vor. Das Plenum lauscht gespannt jeder Gruppe und die Jury kürt am Ende den Gewinner – Workshop fünf, eine Wasserapp.
Freudig nehmen die Sieger ihre Kinogutscheine in Empfang.
In der Feedbackrunde am Ende sind sich alle einig: Über Wasserwirtschaft und die Zukunft des Ruhrgebietes gibt es viel zu lernen. Und wir, die Teilnehmer_innen, sind nun Botschafter an unseren Schulen, für ein umweltbewusstes Leben im Zeichen der UNESCO.eit der ELVG vertraut macht. Und es ist wirklich spannend, wie eines der größten Wasserwirtschaftsunternehmen der Republik arbeitet.

 

Unesco - Bildung und Erziehung in anderen Kulturen - Simbabwe, Madagaskar, Kamerun, Uganda

Veranstaltung des UNESCO- Arbeitskreises organisiert von Simona Furlani, Claudia Gruner und Claudia Bloch

Haben Sie sich schon einmal gefragt, inwieweit sich die Kultur Afrikas von der unseren unterscheidet?

Am 18.02.2014 hatten wir, Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 11, Gelegenheit, dieser Frage nachzugehen. Vier Frauen, welche Erfahrungen mit der uns fremden Kultur in Afrika gemacht haben, berichteten über diese im Rahmen eines UNESCO Projektes.

Die Studentinnen Babera Predivic aus Uganda, Sandra Tendero aus Simbabve, Ando Lalaina Razafindrazaka aus Madagaskar und die Schülerin Franke Stroh, die ein Jahr in Kamerun verbracht hat, erzählten den 50 Zuhörern und Zuhörerinnen von ihrer Kultur und dem Schulsystem in den jeweiligen Ländern. Besonders angetan waren die Schüler von dem Vortrag der Studentin Babera Preradovic. Mit viel Elan erläuterte sie die Unterschiede zwischen jungen Menschen in ihrem Heimatland und in Deutschland. Sie erzählte wie schockiert sie war, sehen zu müssen, wie respektlos einige Jugendliche in Deutschland mit Älteren, insbesondere mit ihren Eltern umgehen. Sie ist es aus ihrer Kultur gewohnt, die Eltern mit einer kleinen Verbeugung zu begrüßen. Auch das absolute Rauchverbot bis zum 18. Lebensjahr sah sie in Deutschland verletzt.

Besonders schockiert hat wiederum die deutschen Schüler und Schülerinnen, dass in ugandischen Grundschulen Schilder hängen mit der Aufschrift: „Say no to Sex!“ Auf die Frage ob Sie sich vorstellen könnten in Deutschland zu leben antworteten alle, trotz der strengen Regeln in ihren Heimatländern, nein, da sie Ihre Heimat lieben und diese ihnen am wichtigsten ist.

Diese Veranstaltung war für beide Seiten eine spannende und lehrreiche Erfahrung. Alle teilnehmenden Schüler und Schülerinnen wünschen sich, dass, da sie eine UNESCO - Schule besuchen, solche Projekte häufiger veranstaltet werden können.

Bericht von Kathrin Gerten und Eva-Marie Seib-Pfeifer