IFFU: Individueller Förder- und Forderunterricht

An unserer Schule lernen Kinder mit den unterschiedlichsten Lernvoraussetzungen und Begabungen gemeinsam. Dies setzt einen differenzierten Unterricht voraus. Das Arbeiten auf unterschiedlichen Leistungs- und Lernzielniveaus, das Lernen mit Wochenplänen, an Stationen oder in Projekten kennzeichnet den Unterricht in heterogenen Lerngruppen.

An unserer Schule gibt es seit dem Schuljahr 2007/2008 eine wöchentliche IFFU-Stunde in den Jahrgängen 5 und 6. Dies bedeutet, dass eine der jeweils 4 Wochenstunden in den Fächern Deutsch und Mathematik als IFFU-Stunde mit zwei Fachlehrkräften doppelt besetzt ist. Dies bietet viele Möglichkeiten für eine effektive Förderung und Forderung:

  • Teamteaching (gemeinsame Vorbereitung, gegenseitige Beratung und Unterstützung als Säulen einer erfolgreichen Förderung und Forderung)
  • Bilden von unterschiedlichen Lerngruppen, auch Kleinstgruppen sind möglich

Diagnose und Förderplanung

Zu Beginn des 5. Schuljahres wird zunächst der individuelle Lernstand in Deutsch und Mathematik erhoben, an den Ergebnissen werden die individuellen Förderschwerpunkte festgelegt.

Deutsch:

Alle Kinder nehmen in den ersten Schulwochen am „Duisburger Sprachtest“ teil. Dieser gibt Auskunft über die Lernvoraussetzungen in den Bereichen Hörverstehen, Leseverstehen, Grammatik und Rechtschreibung.
Rechtschreibschwache Kinder schreiben zusätzlich den Diagnosetest des „Lernservers“ der Universität Münster. Kinder, bei denen eine Schwäche bei der Rechtschreibung festgestellt wird, werden in einer Kleingruppe von maximal 6 Schülerinnen und Schülern mit individuellem Material gefördert, welches vom „Lernserver“ zusammengestellt wird. Diese Kinder erhalten in allen Fächern im Bereich Rechtschreibung Notenschutz und Nachteilsausgleich.

Weitere Schwerpunkte sind:

  • Förderung der Lesekompetenz
  • Wortschatzerweiterung

Mathematik

Auch in Mathematik wird zu Beginn des 5. Schuljahres eine Diagnose der Lernvoraussetzungen durchgeführt. Dazu hat die Bertolt-Brecht-Gesamtschule einen eigenen Test entwickelt, der zum einen Rechenfertigkeiten und zum anderen visuell-räumliche Fähigkeiten überprüft. Aus den Daten dieser Diagnose erfolgt die weitere Förderplanung.
Fallen einzelne Kinder durch sehr schwache Ergebnisse auf, führen wir den Heidelberger Rechentest (HRT 1-4) durch, um Rückschlüsse auf eine eventuell vorliegende Dyskalkulie zu erhalten. In diesem Fall müssen unter Einbeziehung der Eltern außerschulische Unterstützungsmaßnahmen hinzugezogen werden (siehe Leitfaden „Umgang mit rechenschwachen Kindern an der Bertolt-Brecht-Gesamtschule“).
Schwerpunkte von Mathematik-IFFU sind:

  • Grundrechentraining mit schuleigenem Übungsmaterial (Klasse 5)
  • Arbeit mit der Lernsoftware „Oriolus“
  • Förderung bei individuellen Lernproblemen in Kleingruppen, beispielsweise enge Begleitung bei der Wochenplanarbeit
  • Forderung von besonderer mathematischer Begabung, z. B. Vorbereitung des Wettbewerbs „Känguru der Mathematik“ oder Arbeit mit Aufgaben aus anderen Wettbewerben.