Geographie in der Oberstufe


Geographie oder Erdkunde wird als dreistündiger Kurs in der Jahrgangsstufe 11 angeboten im Rahmen der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer. In der Jahrgangsstufe 12 und 13 gibt es dann sowohl dreistündige Grund- als auch fünfstündige Leistungskurse.
Das Besondere an dem Fach Geographie ist, dass es als Raumwissenschaft die Welt als „Ganzes“ in den Blick nimmt und dabei Aspekte zahlreicher Nachbarwissenschaften wie zum Beispiel die Sozialwissenschaften, Physik, Biologie, Kulturwissenschaften, Geschichte integriert.
Die Inhalte der gesamten Oberstufe orientieren sich im Wesentlichen an den aktuellen und zukunftsweisenden Fragestellungen unserer Zeit. Schlagwörter sind hier: Der Nord-Süd-Konflikt, die Migrationsproblematik, der Klimaschutz, geopolitische Fragestellungen, Ressourcenknappheit, Globalisierung, Welternährungssicherung usw..

Einführungsphase

Dabei werden in der Jahrgangsstufe 11 neben Grundlagen aus dem Bereich der physischen Geographie (Boden, Klima, Wasser) sich daran anschließende Fragestellungen der Nutzung dieser Teilökosysteme durch den Menschen gestellt, zum Beispiel mit dem Syndromkonzept, einer Methode für eine Ganzheitsbetrachtung der gegenwärtigen Krisen im System Erde. Als konkretes Beispiel seinen hier das Aralsee-Syndrom und das Katanga-Syndrom genannt.

Qualifikationsphase

In der Jahrgangsstufe 12 und 13 liegt der Schwerpunkt auf der Humangeographie. Egal, ob zum Beispiel das Thema Landwirtschaft, Stadt, Disparitäten oder Globalisierung in den Blick genommen wird, es geht dabei darum, dass ihr als Fragende lernt vernetzt zu denken. Das heißt zum Beispiel den Naturraum in Zusammenhang bringen mit der menschlichen Nutzung, die heutige Erscheinungsform einer Industrieregion verstehen als historisch gewachsen, einen Zustand heutiger Energienutzung in die Zukunft weiterdenken und problematisieren können.
Dabei greift unser Geographieunterricht auf eine Fülle unterschiedlichster Materialien und Methoden zurück: Karten, Statistiken, Diagramme, Fotos, Filme, Google Earth, Satellitenaufnahmen, GIS (http://www.fis.uni-bonn.de/) , Zeitungsartikel, Exkursionen und Projekte im „Feld“ wie zum Beispiel Befragungen von Bewohnern einer Sozialsiedlung oder Experten des BMZ, Planspiele und Diskussionen.
Aktuelle Ereignisse, sei es die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer oder die Berichterstattung über die Verhandlungen zu dem Handelsabkommen TTIP werden zum Gegenstand im Geographieunterricht, auch wenn natürlich die jeweiligen Abiturvorgaben den curricularen Rahmen bilden.