Sozialpraktikum an der BBG

 

Seit dem Schuljahr 2012/2013 führen wir an unserer Schule in der Einführungsphase (EF – Jahrgang 11) ein zweiwöchiges Sozialpraktikum durch.

Ziele des Sozialpraktikums

Das Sozialpraktikum soll

  • die soziale Verantwortung und die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in der S II stärken,
  • wichtige soziale Erfahrungen vermitteln und soziales Engagement fördern,
  • als ergänzendes Modul der Studien- und Berufswahl die Chance bieten, sich vertieft mit Berufsfeldern im sozialen Bereich auseinanderzusetzen (und dabei evtl. auch die eigenen Vorlieben und Konflikte bei Berufs- und Studienwahl kritisch zu hinterfragen),
  • einen Baustein in der Gesamtkonzeption zur Entwicklung der BBG zur UNESCO-Projektschule bilden.

Inhaltliche Vorbereitung des Sozialpraktikums

Die inhaltliche Vorbereitung findet im Rahmen des Religions- und Philosophieunterrichtes statt. Innerhalb einer 6–8-stündigen Unterrichtsreihe zum Thema „Soziale Verantwortung“ setzen sich die Schülerinnen und Schüler sowohl mit ethischen Fragen zu dem Sinn des Lebens, dem Umgang mit Grenzen und Tod, Andersartigkeit und zu sozialer Verantwortung als auch mit ihren Wünschen, Erwartungen und Ängsten hinsichtlich des Sozialpraktikums auseinander. Da alle Schüler der Jahrgangstufe 11 entweder am Religions- oder Philosophieunterricht teilnehmen, erreichen wir alle Praktikanten.

Die organisatorische Vorbereitung wird durch die Mitglieder des AK Sozialpraktikum durchgeführt (Frau Esch, Frau Huppertz und Herr Groschinski). Diese sind dann für die Beratung, das Einsammeln der Formulare, die Kontaktaufnahme während des Praktikums und für den Praktikumsbetrieb als Ansprechperson zuständig.

Durchführung des Praktikums

Grundsätzlich sollen nur Einrichtungen, Dienste und Projekte im Praktikum besucht werden, die im sozialen Bereich angesiedelt sind. Dies sind sowohl sozial betreuende, beratende, integrative oder pflegerische Einrichtungen als auch Einsatzstellen im Bereich des politischen oder ökologischen Engagements. Dazu gehören z. B. betreute Wohnprojekte (beispielsweise für Kinder und Jugendliche, behinderte Menschen, ältere Menschen), integrative und Förderkindergärten und –grundschulen, Suchtpräventionsprojekte, Streetwork, Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Freizeitbetreuungseinrichtungen, Umweltschutzvereine, Beratungsstellen, politische Organisationen usw. Eine Liste mit Anregungen für mögliche Praktikumsorte finden Sie am Ende des Textes.

Das Sozialpraktikum findet jeweils in den letzten zwei Wochen des ersten Schulhalbjahres statt.

Die erste Information zum Sozialpraktikum erhalten die Schülerinnen und Schüler am Ende des Schuljahres der Klasse 10. Im Rahmen eines Projekttages „Sozialpraktikum“ wird vor den Herbstferien eine ausführliche Informationsveranstaltung mit dem Jahrgang 11 durchgeführt, bei der die Schülerinnen und Schüler drei Formulare (1. Anschreiben der Schule an die Einrichtung, 2. Bestätigung eines Sozialpraktikumsplatzes durch die Einrichtung und 3. Leitfaden mit Zeitraster) erhalten. An diesem Tag veranstalten wir auch eine sogenannte Praktikumsbörse, bei der die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 12 über ihre Erfahrungen im Sozialpraktikum berichten.

Betreuung der Praktikanten

Während des Praktikums nehmen die betreuenden Lehrer am Ende der ersten Woche Kontakt zu den Praktikumseinrichtungen auf. Schülerinnen und Schüler an Einsatzorten, die erfahrungsgemäß eine große psychische Belastung mit sich bringen, werden ebenfalls am Ende der ersten Woche kontaktiert.

Während dieser Zeit steht der betreuende Lehrer als ständiger Ansprechpartner für die Praktikanten und für den Arbeitgeber zur Verfügung. Bei Bedarf führt der betreuende Lehrer vermittelnde Gespräche oder hilft bei der Suche eines neuen Praktikumsplatzes.

Nach den zwei Praktikumswochen treffen sich die Schülerinnen und Schüler am ersten Schultag des neuen Halbjahrs in ihren Klassen. Dort findet eine erste Nachbesprechung des Sozialpraktikums statt; anschließend erhalten sie ihre Zeugnisse.

In den darauffolgenden Wochen findet im Rahmen des Religions- und Philosophieunterrichtes eine intensivere Nachbereitung statt, so dass Erfahrungen und Erlebnisse ausgetauscht und verarbeitet werden können. Dieses mündet dann in der Weitergabe der Erfahrungen an den neuen Jahrgang 11 bei der Praktikumsbörse.

Anhang:

Liste mit möglichen Einsatzorten beim Sozialpraktikum

Bei der Stadt und bei den Sozialträgerverbänden AWO, DPWV, Caritas und Diakonisches Werk kann man sich nach Plätzen erkundigen.

Ansonsten haben wir folgende Anregungen:

  • integrative Kindergärten (z. B. Montessori)
  • integrative Grundschulen (z. B. Carl-Schurz, Elsa-Brändstöm, Jahnschule, Bernhard)
  • integrative weiterführende Schulen (z. B. alle Gesamtschulen in Bonn, St. Hedwig-HS)
  • Förderschulen (z. B. Christophorus, Gustav-Heinemann, Astrid-Lindgren, Johannes, Joseph-von-Eichendorff, Königin-Juliane, Pestalozzi)
  • Bonner Werkstätten
  • Krankenhäuser
  • Seniorenwohnprojekte
  • Ambulante Dienste
  • Reha-Kliniken
  • Hospize
  • Einzelbetreuung (z. B. Schulbegleiter)
  • Betreutes Wohnen (Jugendliche, behinderte oder ältere Menschen)
  • Integrationsprojekte (z. B. Haus am Müllestumpe)
  • Integrationsvereine (z. B. Asade, Mondial)
  • Verein für Gefährdetenhilfe
  • Kirchengemeinden
  • Suchtprojekte (z. B. Pauke)
  • Fahrdienste (z. B. Essen auf Rädern)
  • Tagesklinik (Demenzkranke)
  • Bahnhofsmission
  • Suppenküchen (z. B. Oscar-Romero-Haus)
  • Sportvereine mit Behindertensportangeboten (z. B. Rollstuhlsport)
  • Sozial engagierte Vereine (z. B. Bonner Tafel)
  • Reitställe mit dem Angebot „Therapeutisches Reiten“
  • Förder- und Freizeitangebote für Migranten (z. B. HA-Nachhilfe, Stadtteil-Nachmittagsangebote)
  • Tierheime
  • Umweltschutzvereine
  • Politische Organisationen