Black Mamba versteht man auch auf Ungarisch

Am sechsten Tag der Woche waren wir im Phantasialand, unsere Austauschschüler konnten es gar nicht erwarten, da sie in Ungarn auch schon viel davon gehört haben und alles ausprobieren wollten.

Ungarnaustausch 2017

Aber der Reihe nach:

Am Samstag, dem 17.6., kamen die Austauschüler schon früh am Morgen auf dem Bonner Flughafen an. Dort warteten wir schon gespannt, sie endlich kennenzulernen, schließlich hatten wir schon mit ihnen per Whatsapp geschrieben. Die Gäste lernten unsere Familien kennen und fast alle haben sich schnell eingelebt. Später am Schiffsanleger trafen sich alle wieder und wir konnten eine Bootstour auf dem Rhein erleben. Unkel war voll cool, es gab leckere Hot Dogs und Eis.

Am Sonntag machten alle etwas in den Familien, einige von uns trafen sich auch und gingen ins Schwimmbad, weil es sehr warm war.

Auch bei der Stadterkundung war es viel zu warm. Davor lernten wir im Stadthaus wichtige Leute kennen, zum Beispiel die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin. Wir durften die Sprechanlagen der Stadtverordneten benutzen, doch nach „lustigen Hallorufen“ wurde die Anlage leider ausgeschaltet. Vom Dach des Stadthauses hatten wir eine schöne Aussicht auf ganz Bonn. Lustige Selfies wurden gemacht, alle lernten sich noch besser kennen.

Während wir noch in der Stadt schwitzten, bereiteten die Eltern ein leckeres Buffet am alten Zoll vor. Bei der Hitze wurden die Getränke auch äußerlich angewendet. Da wir so Hunger hatten, war das Buffet schnell leergegessen.

Wie an allen folgenden Tagen trafen wir uns noch nach dem Programm zu mancher Wasserschlacht. Auch unter den Deutschen entstanden neue Freundschaften.

Am Dienstag durften unsere Gäste unsere Schule etwas besser kennenlernen, da wir in der Mensa einige Experimente machten. Natürlich ging schief, was schiefgehen konnte und man hörte Krach aus jeder Ecke. Im Deutschen Museum war es etwas leiser, die Experimente haben voll Spaß gemacht. Dort drinnen war es so kühl, dass niemand mehr nach draußen gehen wollte. Mit einem Eis konnte man uns dann doch noch nach draußen locken.

Wir freuten uns schon sehr auf Köln, aber auf dem Kölner Dom bekamen einige von uns weiche Knie. „Ich muss sterben“, sagte jemand und auch „der Turm kippt“. Aber wir kamen heil wieder unten an. Vorher waren wir im Rautenstrauch-Joest-Museum, die Meinungen waren geteilt. Einige konnten ihre Langeweile nur mühsam verbergen, andere konnten nicht aufhören zu lesen. Beim abschließenden Shoppen in der Innenstadt freuten sich die ungarischen Schüler über eine Riesenpackung Dunking Donuts und viele Souvenirs für Zuhause.

Ungarnaustausch 2017

Das Phantasialand war der erwartete Höhepunkt. Wir fuhren fast alle Achterbahnen und unsere Gäste ließen sich nicht abschrecken und machten fleißig Videos der Fahrten. Für alle war etwas dabei. Selbst das kurze Gewitter konnte unsere Laune nicht schlechter machen. Abends waren wir alle kaputt, zufrieden und manchen war schlecht.

Zum Glück war es am gefürchteten Wandertag auf dem Rodderberg etwas kühler. Schon bald nach dem Start bemerkten wir nicht, dass die Lehrer stehen geblieben waren und fast die ganze Gruppe verlief sich. Durch telefonische Verbindungen, die es glücklicher Weise heutzutage gibt, fanden wir schnell zur Gruppe zurück. Herr Kroppach erzählte uns eine spannende Geschichte am Heinrichsblick, sogar die Kleinen waren beeindruckt.

Ungarnaustausch 2017

Am Abend war Abschlussgrillen im Innenhof der Schule. Die Eltern hatten tolles Essen gemacht und wir konnten es uns schmecken lassen. Früh war Feierabend, denn wir mussten in der Nacht schon wieder aufstehen, um unsere Gäste zum Flughafen zu bringen.

Die Woche war total cool, wir haben aus beiden Ländern neue liebe Menschen kennengelernt und Freundschaften entstanden. Unsere Gäste stellten fest, dass Bonn nicht nur aus dem Phantasialand und Haribo besteht. Es war aber sehr wichtig!

Marlene und Sophie