Mit Shoppen die Welt retten???? - Das wäre schön!!!

Im Jahre 2015 wurden im Rahmen der Agenda 2030 von der UN 17 Ziele zur Bildung zur Nachhaltigen Entwicklung (BNE) (s. Schaukasten Unesco) verabschiedet. Ein inhärenter Auftrag der UNESCO ist die Unterstützung dieser BNE. Die Nachhaltigkeit in der Gesellschaft zu unterstützen war auch das Ziel des zweitägigen Workshops Kritischer Konsum - Kann Shoppen die Welt retten? an dem die Schüler_innen der Jahrgangstufe 11 (EF) am 29. und 30. September teilnahmen.

Unesco-Workshop

Nach einer Auseinandersetzung mit eigenen Bedürfnissen und dem damit einhergehenden Konsumverhalten diskutierten die Schüler_innen wie autonom sie selber ihre Käufe entscheiden und wieweit sie z.B. über Werbung oder sozialen Druck beeinflusst werden. Die Berechnung des globalen Fußabdrucks den jeder Einzelne in der Welt hinterlässt machte deutlich, dass wir alle zu viel konsumieren und zeigte, dass wir nicht genügend Erden zur Verfügung haben für den exzessiven Konsum dieser Welt. (http://www.footprint-deutschland.de/inhalt/berechne-deinen-fussabdruck)

Doch wie können WIR etwas ändern als Einzelpersonen, die eh nur ein kleines Rädchen im Getriebe sind?!? Es ist die Politik der kleinen Schritte, die Früchte tragen wird: wir können Plastik sparen, indem wir eigene Behältnisse zum Einkaufen mitnehmen, die Tüten an der Kasse verweigern, weniger abgepackte Dinge essen. Wir können ökologisch einkaufen, indem wir beim Kleidungskauf auf die richtigen Labels achten, im Laden nach fair gehandelten und ökologischen Produkten fragen. Wir können Kleidung, Elektroartikel, Handys reparieren und länger nutzen. Wir können Essen gezielter einkaufen und Essensreste verwenden. Es gibt viele Wege, um ein kritischer Konsument zu werden und zu sein. Einige dieser Wege wurden den Schüler_innen im Weltcafé gezeigt. In Bonn tätige Organisationen präsentierten sich:

  • Weitblick, eine studentische Organisation, die Allen offen steht, stellte vor allem ihre Aktivitäten im Rahmen des Bildungsgarten im Meßdorfer Feld vor (http://weitblicker.org/Projekte/Bonn/BiGa),
  • FEMNET engagiert sich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie und hat einen Wegweiser für fairen und ökologischen Kleidungskauf in Bonn aufgelegt (http://www.femnet-ev.de/index.php/de/),
  • die Wasserinitiative Viva con agua, die sich durch den Verkauf von Wasser und durch Spenden dafür einsetzt, dass alle Menschen weltweit einen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben (http://www.vivaconagua.org/)
  • und die Foodsharinginitiative, die sich dafür engagiert, die Verschwendung von Lebensmitteln einzudämmen indem sie eine Plattform im Internet geschaffen hat auf der man Essen teilen kann, das man zu viel hat. (https://foodsharing.de).

Am Ende dieser zwei Tage stand fest: der vom v.f.h. durchgeführte Workshop hatte viele Impulse und Alle zum Nachdenken gebracht. Es hat sich gezeigt, dass Jede_r etwas tun kann!