Roboter-AG gewinnt RoboCup

BBG

Es war der größte Roboter-Soccer-Wettbewerb in Deutschland. Am 18./19. Februar fand in Sankt Augustin die Qualifikation zum „RoboCup Junior Deutschland" (RCJD) statt. 23 Teams sind angetreten - eins hat gewonnen: die  Fußball-Roboter AG der BBG.

Es war der größte Roboter-Soccer-Wettbewerb in Deutschland. Am 18./19. Februar fand in Sankt Augustin die Qualifikation zum „RoboCup Junior Deutschland" (RCJD) statt. 23 Teams sind angetreten - eins hat gewonnen: die  Fußball-Roboter AG der BBG.

Seit Monaten haben sich die Schüler*innen unter der Leitung von Herrn Kuss intensiv auf diesen Wettbewerb vorbereitet und viel Freizeit investiert. Es hat sich gelohnt! Die Mannschaft der BBG ist nun qualifiziert für die deutsche Meisterschaft und wird im Wettbewerb um diesen Titel Anfang Mai in Magdeburg antreten.

Die Schulgemeinschaft gratuliert ganz herzlich und wir alle drücken euch die Daumen.

Und hier der vollständige Bericht:

"Freitag Nachmittag, gegen 17:00 Uhr – das Schulgebäude der Bertolt-Brecht-Gesamtschule liegt im Dunkeln, es ist ruhig. Schüler und Lehrer sind längst im Wochenende. Ein Klassenraum jedoch ist noch hell erleuchtet, und man hört seltsame Geräusche: Summende Elektromotoren, Pieptöne, und seltsame Ausrufe wie: „Stell' mal die Korrektur auf 300!“ oder „Der Kompass spinnt schon wieder!“. Was geht hier vor?

Die Fußballroboter-AG der BBG bereitet sich auf ein großes Turnier vor, den „Robo Cup Junior Deutschland“. Fußballroboter? Was ist das denn?
Man stelle sich einen Tischkicker vor. Jedoch treten nicht Püppchen an Stangen gegen einander an, sondern zwei Roboter aus Lego. Nicht aus den kleinen bunten Steinchen, an die der geneigte Leser jetzt vielleicht denkt. „Lego Technic“ und „Lego Mindstorms“ sind hochkomplexe Baukästen, mit denen sich echte Ingenieurleistungen vollbringen lassen. Soweit also die Roboter. Und Fußball? Genau, auch hier geht es darum, das „Runde“ ins „Eckige“ zu bekommen – eben mit den Robotern.

Die Mitglieder der AG sind mit Feuereifer bei der Sache. Layana Aldenhövel (10.3), Oliver Eblesch (9.2), Elzaen Quinn, Lorenz Pfahl, Felix Schumacher (alle 9.5), Alexander Schmitt (8.2) und Felix Schlösinger (8.4) sind überzeugt: wenn man sich nur genug anstrengt, kann man beim Turnier gut abschneiden. Deswegen investieren alle viele Stunden ihrer Freizeit.

Alle Mitglieder der AG haben ihre eigenen, besonderen Stärken: sei es die Fähigkeit, stabile Konstruktionen auszutüfteln oder das Erstellen von Bauplänen, für das man ebenfalls ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen braucht. Eingebracht werden auch die Fähigkeiten, in den anspruchsvollen Programmiersprachen NXC und NXT zu programmieren oder zu vorauszusehen, welche kritischen Situationen bei einem Spiel auftreten können. Und last but not least die Fähigkeit, Testspiele mit der Kamera zu dokumentieren und auszuwerten.
Und als ob all das Getüftel, Analysieren und wieder Getüftel nicht schon genug wäre: auch Sponsoren wollen angeschrieben werden. Und auch für das leibliche Wohl der AG-Mitglieder will gesorgt werden: selbstgebackene Plätzchen und andere Leckereien können das Durchhaltevermögen nachweislich deutlich steigern.
Kurz gesagt, Teamwork ist entscheidend!

Was nun den Wettkampf, den „Robo Cup Junior Deutschland“ angeht: hier beschränken sich unsere Aktivitäten nicht auf die Roboter. Um die Wettbewerbssituation genau zu simulieren, braucht man einen vorschriftsmäßigen „Kickertisch“. Und da es diesen nirgendwo zu kaufen gibt, muss er selbst hergestellt werden. Also auf in den Baumarkt, Dachlatten und Spanplatten besorgen. Die Sache wird dadurch erschwert, dass der Tisch möglichst kein Eisen enthalten darf – denn dieses könnte den Kompass stören, den die Roboter zur Orientierung benötigen. Also wurde geleimt und geklebt, denn Schrauben geht nicht. Mit dem Ergebnis, unserem eigenen, wettbewerbskonformen Roboter-Fußball-Tisch sind wir sehr zufrieden.

So traten wir am 29. Januar gut vorbereitet zum Probeturnier im Deutschen Museum Bonn an. Die Spannung war groß, denn wir hatten keine Ahnung, welche Tricks die anderen Teams im Ärmel haben würden. Diese kamen teilweise von weit her, zum Beispiel aus dem Ruhrgebiet. Beim ersten Spiel stieg die Spannung ins Unermessliche. „Jump Dynamo“ aus Essen erwies sich als ein starker Gegner; das Spiel endete Unentschieden. Die folgenden Spiele konnten wir jedoch gewinnen. Was kurz zuvor noch kaum jemand für möglich gehalten hatte: Wir landeten auf dem ersten Platz! Die Siegerehrung wurde vom Koordinator Winfried Schmitz (Christophorusschule) persönlich vorgenommen.

Ein schöner Aspekt von solchen Turnieren ist, dass man viele neue Menschen kennenlernt. Schließlich handelt es sich um ein Treffen der technisch Interessierten, und es gibt viel zum Fachsimpeln. Fairness und Sportlichkeit stehen im Vordergrund, man gibt sich gegenseitig den einen oder anderen Tipp. Eine sehr anregende Atmosphäre.

Am 18./19. Februar fand das Qualifikationsturnier in der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin statt. Diese Veranstaltung ist noch einmal eine Klasse größer als das Probeturnier. Wir konnten ein wenig Hochschul-Luft schnuppern, denn die Begrüßung fand im „Audimax“, dem großen Hörsaal, statt und das Mittagsessen in der Mensa. Zwei Tage lang traten die Roboter in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an, bis die Sieger feststanden. In unserer Liga waren 23 Teams gemeldet. Und wieder holten wir den ersten Platz – unglaublich aber wahr! Herr Schmitz händigte uns im Audimax die Siegerurkunden und den „RoboCup“ aus. Und das Beste: Wir fahren am 4. bis 7. Mai zur deutschen Meisterschaft nach Magdeburg!"

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